Geschichte von Lettland

Die Geschichte von Lettland ist eng verbunden mit der seiner baltischen Nachbarn Estland und Litauen. Durch ihre für den Ostseehandel günstige Lage waren die drei Länder bereits im Mittelalter für die größeren Nachbarn interessant geworden.

Lettland im Mittelalter

Im 13. Jahrhundert wurde Lettland vom Deutschen Orden unterworfen und Teil des Heiligen Römischen Reiches. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde in verschiedenen Kriegen um das Gebiet des heutigen Lettlands gekämpft. Das Ergebnis war die Teilung des Territoriums zwischen Schweden und Polen. Der Krieg zwischen Russland und Schweden führte dann im 18. Jahrhundert zur Vereinigung des Gebietes im Zarenreich.

Lettlands unter sowjetischer Besatzung

Die Oktoberrevolution 1917 und der daraus resultierende Verfall des Zarenreichs führten in Lettland schließlich zur Verkündung der Unabhängigkeit. Jedoch verursachten Konflikte innerhalb des Landes sowie die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren einen erneuten Umsturz. Schließlich wurde Lettland im Hitler-Stalin-Pakt der Sowjetunion zugeteilt und von dieser besetzt.

Lettlands Weg zur EU

Erst nach dem Ende der UdSSR konnte Lettland zu Beginn der 1990er Jahre erneut die Unabhängigkeit erreichen. Die internationale Anerkennung der Republik war in den folgenden Jahren das oberste Ziel. Größtes innenpolitisches Problem ist bis heute der Umgang mit der russischen Bevölkerung. Seit 2004 ist Lettland Mitglied in der Europäischen Union und in der NATO. Die hohe Zustimmung bei der Abstimmung über die Mitgliedschaft erklärt sich mit der Geschichte von Lettland: Durch jahrhundertlange erbitterte Kämpfe hat sich bei den Letten ein starkes Sicherheitsbedürfnis entwickelt.

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