Lettland unter sowjetischer Besatzung

Lettland Geschichte zweiter WeltkriegNach der Oktoberrevolution von 1917, erklärten alle drei baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit, was Russland 1920 offiziell anerkannte. Eine kurze Zeit war Lettland selbstständig, jedoch in einer überaus schwierigen Situation: Auf der einen Seite wurde die Sowjetunion immer mächtiger, auf der anderen Seite Deutschland, das offen das Ziel propagierte, im Osten „Lebensraum” gewinnen zu wollen.Mit dem Hitler-Stalin-Pakt, der am 24. August 1939 von der UdSSR und Nazideutschland unterzeichnet wurde, begann die sowjetische Besetzung. Ab August 1940 gehörten alle baltischen Länder offiziell zur Sowjetunion. Um den Juni 1941 begann die Massendeportation nach Sibirien. Insgesamt wurden rund 35.000 Menschen nach Sibirien deportiert.

Zwischen 1941 bis 1945 war Lettland von Deutschen besetzt. Etwa 75.000 Letten wurden während dieser Zeit ermordet oder deportiert. Insbesondere die jüdische Bevölkerung hatte sehr zu leiden.

In den Jahren 1944/1945 flohen 65.000 bis 120.000 Letten vor der Roten Armee in Richtung Westen. Viele Tausende versteckten sich vor den Russen in den Wäldern.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs verlangten die Sowjets Lettland zurück und behielten es die nächsten 40 Jahre in ihrer Hand. Sie enteigneten das Land, führten eine kollektivistische Landwirtschaft ein und unterdrückten die Religionsausübung. Zusätzlich sorgten sie für einen Zustrom von Arbeitern aus Russland, Weißrussland und aus der Ukraine, so dass die Letten bald Angst hatten, zur Minderheit in ihrem eigenen Land zu werden.

(Bildquelle: wikimedia)

Share/Save/Bookmark

weitere Beiträge

Tags: , , , ,

Suche


Schlagworte