Lettlands Weg zur Unabhängigkeit

Am 14. Juli 1987 versammelten sich 5000 Menschen am Freiheitsdenkmal in Riga, um ihrer 1941 nach Sibirien deportierten Landsleute zu gedenken und somit erstmals öffentlich gegen die sowjetische Besatzung zu protestieren. Im darauf folgenden Sommer 1998 tauchten verschiedene politische Organisationen auf, von denen die Volksfront (PLF) bald die Führung übernahm. Die PLF stellte eine Art Sammelbecken aller Reformkräfte dar und erhielt eine breite Unterstützung aus dem Volk. Am 31. Mai 1989 forderte die PLF die Unabhängigkeit Lettlands.

Menschenkette durch das Baltikum

Geschichte Unabhängigkeit LettlandAm 23. August 1989 bildeten zwei Millionen Menschen zur Erinnerung an den Hitler-Stalin-Pakt eine 650 km lange Kette von Vilnius durch Riga bis nach Tallinn.

Bei den Wahlen im März 1990 gewann die PLF mit großer Mehrheit, im Mai beschloss das Parlament die Unabhängigkeit. Doch am 21. Januar 1991 ließ Russland das lettische Innenministerium von seinen Truppen stürmen, fünf Menschen werden getötet, hunderte verletzt. Da Russlands Überbegriff von der westlichen Welt scharf verurteilt wurde, zog man sich zurück, die unmittelbare Bedrohung nahm ab.

Am 3. März 1991 stimmten 74 Prozent der Bevölkerung für die Unabhängigkeit. 88 Prozent beteiligten sich an der Wahl und auch der russische Bevölkerungsanteil stimmte mehrheitlich für Unabhängigkeit. Am 21. August 1991 verkündete Lettland endgültig seine Unabhängigkeit.

Die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen traten am 17. September 1991 der Vereinten Nationen bei. Erste Schritte wurden unternommen, um die neue Unabhängigkeit zu konsolidieren, so wurde eine Währung eingeführt und eigene Briefmarken gedruckt.

(Bildquelle: wikipedia)

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