Ostern in Lettland

Ostern wird in Lettland seit Jahrhunderten gefeiert. Noch stärker als in Deutschland sind in Lettland jedoch christliche mit heidnischen Oster-Bräuchen vermischt.

Wie bei anderen hohen christlichen Feiertagen suchten sich die Kirchenväter auch für das Osterfest einen Termin, an dem bereits vor dem christlichen Glauben gefeiert wurde. So wurde in Lettland in der vorchristlichen Zeit am 21. März die Frühlingssonnenwende und das Erwachen der Natur gefeiert. An diesem Datum ist der Tag das erste Mal im neuen Jahr länger als die Nacht.

Traditionelle lettische Osterbräuche

Einer dieser vorchristlichen Bräuche ist etwa das Waschen des Gesichts in einem Bach, der nach Osten fließt. Wer das an den Ostertagen tut, soll Gesundheit und Schönheit erwerben.

Auch dem Osternschaukeln wird nachgesagt, zu helfen, den kommenden Sommer besser zu überstehen: Der Schaukler soll vor Mückenstichen geschützt sein und Mücken gibt es im baltischen Lettland zu genüge. Auch soll Vieh und Getreide dank des Schaukelns gut gedeihen. Die Schaukel muss dann aber dem alten Glauben nach verbrannt werden, damit Hexen sich nicht auch darin schaukeln können. Jungen bekommen der Tradition nach für das Anschubsen von den Mädchen Handschuhe und Socken oder Gebäck und Eier. Wie viele moderne Letten solche Bräuche noch pflegen ist jedoch nicht bekannt.

Ein Brauch, der es eindeutig in die Gegenwart geschafft hat, ist das Färben von Eiern, wenn es wohl auch meistens nicht mehr mit Zwiebelschalen, Kamille und Heu geschieht. Eier spielen wie auch in Deutschland beim lettischen Osterfest eine wichtige Rolle, sie stehen ebenfalls für neues Leben. Neben gekeimtem Getreide und rundem Fladenbrot gehören Eier an Ostern in Lettland zu den wichtigsten Lebensmitteln.

(Bildquelle: donaldjudge)

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