CSD-Verbot in Riga

15.05.09

Der für den kommenden Samstag geplante Christopher Street Day in Riga wurde nun von den lettischen Behörden verboten. Erst vor einer Woche war die schwul-lesbischen Demonstration jedoch genehmigt worden.

Internationale Kritik

Scharfe Kritik an dem Verbot kam unter anderem vom deutschen Grünen-Politiker Volker Beck. Das Verbot einer Demonstration für Schwulenrecht sei ein schwerer Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit und für ein EU-Land wie Lettland nicht akzeptabel, so Beck. Er habe daher den Bundesaußenminister Steinmeier gebeten, Einspruch gegen das Verbot zu erheben.

Auch international stößt das Verbot auf Kritik, so schaltete sich etwa Amnesty International ein und protestierte bei den lettischen Behörden. Auch Prominente wie die Mitglieder der schwedische Popgruppe ABBA haben die homosexuellen-feindliche Politik der lettischen Regierung scharf kritisiert.

Die Veranstalter haben derweil Einspruch bei Gericht eingelegt und hoffen, dass die Gay Parade doch noch wie geplant am Samstag parallel zum Eurovision Song Contest stattfinden kann.

Baltic Pride immer wieder gestört

Die jährlich stattfindende Baltic Pride stößt immer wieder auf Widerstand. 2005 musste die  Genehmigung in allerletzter Minute erzwungen werden, 2007 und 2008 durften die Umzüge nur mit zahlreichen Einschränkungen stattfinden. Am Rande des Marsches kam es dabei jedes Mal zu homophoben Angriffen. Der diesjährige CSD wäre der erste in Riga gewesen. Nächstes Jahr soll die Parade in litauischen Vilnius stattfinden.

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