Ehemalige lettische Präsidentin kandidiert für EU-Rats-Vorsitz

23.11.2009

Die ehemalige lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga kandidierte für das Amt der EU-Ratspräsidentin, dessen Vergabe bei dem Sondergipfel am vergangenen Donnerstag unter anderem auf dem Programm stand. In ihrer Bewerbungsrede sprach sie sich unbedingt für die weibliche Besetzung des Vorsitzes aus. Mit einem solchen Signal könne man jungen Mädchen und Frauen das Gefühl geben, sie könnten alles erreichen was sie wollen.

Vike-Freiberga widerspricht Merkel

Sie wendete sich außerdem gegen eine Aussage Angela Merkels, der neue EU-Ratspräsident sollte ein amtierender oder ehemaliger Regierungschef sein. Sie sehe dies kaum als notwendige Voraussetzung für die Präsidentschaft an. Dagegen spräche weiterhin, dass der, bereits im Vorfeld als Favorit gehandelte, belgische Ministerpräsident Herman Van Rompuy erst seit einem im Dienst ist und somit ebenfalls kaum Erfahrung als Führungspersönlichkeit vorzuweisen hat.

Van Rompuy an der Spitze

Die lettische Regierung unterstützte das Vorhaben der 71-jährigen Politikerin, das leider nicht von Erfolg gekrönt war. Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich schneller als erwartet auf Van Rompuy als Ratspräsidenten und die Britin Catherin Ashton als EU-Außenministerin. Vike-Freiberga ist anscheinend nicht allzu enttäuscht über die Niederlage: sie rechnete sich bereits vor der Wahl keine großen Chancen aus. Weitere prominente Bewerber um die EU-Spitzenposition waren unter anderen der Ex-Premier Tony Blair oder Luxemburgs Regierungschef Jean Claude Juncker

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