Lettischer Sparkurs als Vorbild für Griechenland?

09.04.2010

Was in Lettland schon längst bittere Realität ist wird nun auch in Griechenland Wirklichkeit: Einsparungen und Kürzungen soweit das Auge reicht. Der Sparkurs, den sie lettische Regierung fährt, ist kein leichter: Krankenhäuser und Schulen wurden geschlossen, Staatsdiener entlassen, Das Renten- und Kindergeld gekürzt, die Einkommens- und Grundsteuer im Gegenzug erhöht. Insgesamt entsprechen die Sparmaßnahmen ungefähr 10 Prozent der lettischen Wirtschaftsleistung.

Dombrovski und Repse im Kampf gegen die Staatsverschuldung

Verantwortlich für die notwendigen Kürzungen sind der seit März 2009 tätige Premierminister Valdis Dombrovskis und sein Finanzminister Einars Repse, die als rigoroses Duo im Kampf gegen die Rezession zusammenarbeiten. Ihr striktes Vorgehen hat seine Gründe: 2009 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 23 Prozent. Ein Staatsbankrott konnte nur durch Finanzspritzen aus Washington, der EU und den skandinavischen Länder verhindert werden. Und noch ist leider kein Ende in Sicht, denn in den Jahren 2011 und 2012 sollen die Haushalte noch einmal um 1,2 Milliarden gekürzt werden um langfristig das Staatsdefizit unter 3 Prozent zu halten.

Guter Wille wird belohnt

Dass soviel Engagement nicht unbelohnt bleibt zeigt sich an den Bedingungen, die die Kreditgeber an ihre Unterstützung knüpfen. Insgesamt müssen die Letten nur ungefähr halb soviel Zinsen zahlen wie Griechenland. Dieses erhielt bislang von der Europäischen Union nicht einmal konkrete Kreditzusagen.

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