Meteoriteneinschlag nur ein „Scherz“

02.11.2009

Der vermeintliche Meteoriteneinschlag letzten Montag in der nordlettischen Stadt Mazsalaca entpuppte sich als inszeniertes Szenario einer lettischen Telekommunikationsfirma.

Als am Montagmorgen mehrere Telefonnotrufe bei den Rettungsdiensten eingingen, die ein vom Himmel stürzendes Objekt beschrieben, war die Aufregung in der kleinen Stadt nahe des Rigaischen Meerbusens zunächst groß. Ein 9 Meter breiter und 3 Meter tiefer Krater aus dem Rauch stieg, deutete zunächst tatsächlich auf einen Einschlag aus dem All hin. Mehrere Geologen gaben allerdings schnell Entwarnung. Spatenstiche und Reste von geschmolzenem Metall verhärteten den Verdacht, dass der Krater von Menschenhand gegraben und mit Chemikalien nachbehandelt worden sei.

Nun bekannte sich ein Sprecher einer lettischen Telekommunikationsfirma im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Leta“ zu den Geschehnissen. Man habe die Nation durch einen Scherz von den derzeitigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten ablenken wollen. Weiterhin kündigte dieser an, die Firma werde den finanziellen Schaden, der durch das Ausrücken von Experten-, Rettungs- und Sicherheitskräften entstanden sei, selbstverständlich ersetzen. Ob dies ausreiche oder ob die Firma mit weiteren Konsequenzen zu rechnen habe, soll nun ein Ermittlungsverfahren klären.

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