„Neo“ im Kampf gegen Bankenbetrug

26.02.2010

Ein lettischer Hacker, der sich nach dem Matrix-Helden „Neo“ benannt hat, deckt nun skandalöse Fakten über die tatsächlichen Gehälter der Manager von geretteten Banken auf, die offensichtlich Finanzspritzen staatlicherseits ausgenutzt haben, um ihr Einkommen aufzubessern. Veröffentlich wurden Zahlen, die belegen, dass Manager sich in keinster Weise an die vereinbarten Lohnkürzungen im Gegenzug zu den staatlichen Subventionsleistungen gehalten haben. Dem nicht genug: Gehälter wurden sogar durch Dividenden und Bonuszahlungen noch aufgestockt.

„Fourth Awakening People’s Army“

„Neo“ ist kein Einzelkämpfer. Er gehört einer Vereinigung ein, die sich “Fourth Awakening People’s Army” nennt. Eine Gruppierung, die sich offenbar Zugriff auf Millionen von Finanzdokumenten verschafft haben soll. Betroffen seien neben Lettland eventuell auch weitere europäische Staaten.

„Neo“- Volksheld oder Verbrecher?

Die Reaktionen auf die Skandalaufdeckung sind unterschiedlich. Vom lettischen Volk wird „Neo“ wie ein virtueller Robin Hood gefeiert, kritische Stimmen verurteilen allerdings den Diebestahl vertraulicher Dokumente. Die lettische Regierung ist ebenfalls alles andere als begeistert. Ihr wird vorgeworfen ihrer Aufsichtspflicht nicht genügend nachgekommen zu sein. Ermittlungen gegen „Neo“ und seine Hacker-Kollegen sind bereits eingeleitet.

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