Traditioneller Aufmarsch lettischer Legionäre sorgt für Gegendemonstrationen

18.03.2010

In Lettland kam es vergangenen Dienstag zu einem gewaltigen Aufmarsch ehemaliger lettischer SS-Legionäre aus dem Zweiten Weltkrieg in der Hauptstadt Riga. Die rund 100 Teilnehmer wurden von einem riesigen Sicherheitsaufgebot der lettischen Polizei begleitet, um Krawalle zwischen den Veteranen und Dutzenden Gegendemonstranten zu verhindern. Diese zogen mit Plakaten auf, die auf die Greueltaten des Nationalsozialismus verwiesen.

Rigaer Verwaltungsgericht gibt grünes Licht

Der Aufmarsch, der an den Kampf der lettischen Waffen-SS gegen die sowjetische Armee im Jahre 1944 erinnert, findet jedes Jahr traditionell am 16. März in der rigaschen Altstadt statt. Ein Verbot des Rigaer Stadtparlaments, der die Veranstaltung sowie alle weiteren zum Gründungstag der letischen Waffen-SS betraf, wurde am Montag vom Rigaer Verwaltungsgericht wieder aufgehoben.

Heftige Kritik aus Moskau

Heftige Kritik äußerten Moskau sowie die russische Minderheit in Lettland: Die Veteranen glorifizierten mit der Parade Nazi-Deutschland. Diese protestierten .wiederum gegen die Anschuldigung den Nazis anzugehören. Die Legion habe lediglich für die Befreiung Lettlands gekämpft.

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