Jurmala

Jurmala („Meeresstrand”) bezeichnet die vielen weißen Sandstrände, Badeorte und Kleinstädte, die 10 km westlich von Riga an der lettischen Küste liegen. Seit 1958 ein Dutzend Fischerdörfer zum Kurort vereint wurden, bilden die selbstständigen Dörfer von der Lielupe-Mündung bis Kauguri Ortsteile einen 32 km langen Stadtstrand. Die weißen Strände gesäumt von Kiefernwäldern und Dünen zählen zu den schönsten des Baltikums.

Geschichte Jurmalas

Schon seit dem 19. Jahrhundert ließen wohlhabende Rigaer hölzerne Sommerhäuser bauen, um sich in Jurmala zu erholen. Vor dem Ersten Weltkrieg strömten auch Massen von Sommergästen aus den russischen Metropolen Moskau und Petersburg. Der Krieg unterbrach die Entwicklung des Ostseebads, die Gäste blieben aus, doch schon in den 20er und 30er Jahren kamen neue Gäste aus Deutschland und Skandinavien.

Auch zu Sowjetzeiten strömten jedes Jahr 300.000 Besucher aus allen Teilen der UdSSR in die vielen neuen Ferienhäuser und Pensionen. In den 80er Jahren konnte in der Rigaer Bucht jedoch wegen giftiger Abwässer nicht mehr gebadet werden. In den letzten Jahren wurde sie aber gründlich gereinigt, so dass das Baden heute wieder ungefährlich ist.

Von Riga nach Jurmala

An schönen Sommertagen scheint auch heute noch ganz Riga nach Jurmala aufzubrechen, um die frische Luft und die entspannte Atmosphäre zu genießen. Von Riga fahren täglich bis zu fünfmal die Stunde Züge nach Dubulti (ca. 35 Minuten) und Majori (ca. 40 Minuten). Schön ist auch die Fahrradstrecke, die durch Fichtenwälder führt. Am Busbahnhof können Fahrräder gemietet werden. Oder man leistet sich die Fahrt mit einem Ausflugsboot über die Daugava und Lielupe. Wer den Kurort mit dem Auto befahren möchte, muss eine Gebühr von etwa einem Lats pro Tag bezahlen.

Sehenswürdigkeiten in Jurmala

Angekommen in Jurmala sollte man sich Zeit für die vielen Jugendstilvillen nehmen. Wer einen Einblick in das Leben der Fischer des 19. Jahrhunderts bekommen möchte, sollte das Freilichtmuseum in Lielupe besuchen. In Lielupe gibt es außerdem, das ehemalige Sommerhaus der lettischen Dichterin Aspazija zu sehen. Weiter westlich, in Vaivari, befindet sich der Wasserpark Nemo mit fünf Wasserrutschen, einer Sauna und zwei geheizten Becken direkt am Stand. Im Kurpark in Kemeri kann man den 1936 erbauten Kurpalast bewundern, der aufgrund seiner Größe und Farbe wie ein „weißes Schloss” wirkt.

(Bildquelle: evans.photo)

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