Jelgava

Jelgava ist die größte Stadt von Zemgale und liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Riga, am linken Ufer des Flusses Lielupe. Für die Region war Jelgava stets kulturell, politisch und auch wirtschaftlich überaus wichtig. Die Geschichte der Stadt geht auf eine Ortschaft im 10. Jahrhundert zurück. Den Namen erhielt die Stadt von den Liven, denn „jelgab” bedeutet auf livisch „Stadt”.

Sehenswürdigkeiten in Jelgava

Jelgava SchlossDie Stadt ist leider in den beiden Weltkriegen stark zerstört worden, trotzdem erwarten den Besucher hier sehenswerte Zeugnisse der Kultur und Geschichte Zemgales. Besonders das barocke Schloss ist einen Besuch wert. Es wurde im Jahr 1783 erbaut und hat etwa 300 Zimmer. Heute ist es Sitz des Landwirtschaftlichen Instituts der Universität, trotzdem ist die Familiengruft der Herzöge von Kurland noch vorhanden. Das Schloss liegt an der Straße nach Riga an der Hauptbrücke über den Fluss.

Sehenswert sind außerdem die Ruinen der Ordensburg, die auf einem Hügel zwischen den Flüssen Memele und Musa stehen. Der Ordensmeister des Livländischen Ordens ließ die Burg mit dem Namen Mitau zwischen 1443 und 1456 bauen. Von hier aus bekämpften der Orden die Semgaller. Nachdem diese besiegt waren ließ sich der Komtur zusammen mit zwölf Ordensbrüdern in der Burg nieder, um von hier aus die Gegen zu verwalten. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg die angreifenden Litauer mehrmals geplündert und niedergebrannt. Im Burgmuseum kann man zusätzlich einige Kunstwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert bestaunen sowie archäologische Fundstücke.

(Bildquelle: Martin Thirolf)

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