Kuldiga

Kuldiga ist die älteste Stadt der Region Kurzeme und gehört zu den schönsten Städten Lettlands. Ein Besuch dieses malerischen Ortes gehört zum Pflichtprogramm beim Lettland-Urlaub.

Nostalgischer Charme

Ihr idyllisches Aussehen erhält die Stadt durch die vielen schönen Holzhäuser mit den roten Ziegeln, die im 18. und 19. Jahrhundert gebaut wurden. Dabei hat man es bei der Stadtplanung geschickt geschafft, Altes zu erhalten, ohne ihm dabei den entsprechenden Charme zu nehmen: Was alt ist, sieht auch alt aus. Das haben auch schon einige Filmemacher erkannt und so diente das Städtchen schon einige Male als Drehort für historische Filme.

Geschichte

Ihre Entstehung verdankt die Stadt der Venta: Vor Kuldiga befindet sich eine 250 Meter breite Stromschnelle, für Schiffe ist ab hier kein Durchkommen mehr. 1246 begann der Livländische Orden hier mit dem Bau einer Burg. Goldingen, wie die Deutschen den Ort nannten, entwickelte sich zum regen Handelsort und wurde 1378 Hansestadt. Ende des 16. und im 17 Jahrhundert war es Sitz des Herzogs, die Blütezeit des Ortes.

Nachdem dessen Residenz nach Jelgava verlegt wurde und die Ordensburg im Nordischen Krieg fast vollständig zerstört wurde, verlor die Stadt jedoch an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde es durch Industrieniederlassungen wieder bedeutsamer. Unter dem Sowjetregime war Kuldiga Sperrgebiet und durfte nur mit einem Sonderausweis betreten werden.

Sehenswürdigkeiten

Die Geschichte der Stadt ist auch in einem kleinen Heimatmuseum dokumentiert. Sehenswert ist auch das Ratshaus, das 1860 errichtet wurde und gemeinsam mit dem Rathausplatz die Ortsmitte bildet.

Von hier geht die Baznicas iela ab, in der einige interessante Gebäude stehten. Die Nr. 7 ist etwa das älteste erhaltene Holzhaus der Stadt. Der stattliche Bau wurde 1670 errichtet und ist mit zwei Freitreppen und dem Walmdach eine wahre Sehenswürdigkeit von Kudiga. Im Haus Nr. 10 befand sich im 18. Jahrhundert die Hausapotheke des Herzogs. Am Ende der Straße liegt die Katharinenkirche, das kunsthistorisch interessanteste Gebäude der Stadt. Die Kirche zeichnet sich nicht nur durch eine außergewöhnlich gute Akustik aus, auch die Schnitzarbeiten an Kanzlei und Alter von Nicolaus Soeffrens d. Ä. sind einzigartig.

Östlich des Rathauses liegt die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, die 1640 erbaut wurde. Von außen eher unscheinbar, überrascht der Bau im Innen mit einer prachtvollen Ausstattung im Rokoko-Stil.

Bei Edole nordwestlich von Kudiga liegt eine mittelalterliche Burg, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

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